In vielen wissenschaftlichen Bibliotheken wird der Umgang mit Forschungsdaten als eine Möglichkeit gesehen, zukunftsfähig zu sein und die eigene Existenz zu sichern. Den Bibliotheksmitarbeiterinnen und –mitarbeitern wird dabei häufig zugemutet, sich mit dem neuen Themenfeld auseinanderzusetzen und dieses auch für sich zu reklamieren.

Im WZB wurde ein anderer Weg beschritten. Die bestehende Abteilung Datenmanagement wurde personell erweitert und dann mit der Bibliothek fusioniert, um eine neue, gemeinsame Abteilung zu schaffen, die aus beiden Bereichen Wissen für gemeinsame Aufgaben nutzen kann. Im angedachten Vortrag wird auf die Erfahrungen dieser Zusammenführung sowie auf Herausforderungen beim Aufbau des WZB-Forschungsdatenmanagements eingegangen.

Insbesondere werden die Schritte zum Aus- und Aufbau des Forschungsdatenmanagements rekapituliert und vor dem Hintergrund des zeitlichen Ablaufs kritisch hinterfragt. Das Angebot an Dienstleistungen wird in Beziehung gesetzt zur Personalstärke und den anfallenden Aufgaben. Außerdem werden Maßnahmen zur Verankerung des Forschungsdatenmanagements im wissenschaftlichen Betrieb vorgestellt und berichtet, inwieweit diese erfolgreich waren oder nicht. Ziel des Vortrags soll es sein, aus den WZB-Erfahrungen auch für andere Spezialbibliotheken gültige Schlüsse ziehen zu können.


Mathis Fräßdorf
Leiter der Abteilung Wissenschaftliche Information des WZB