Der Auftrag der Spezialbibliotheken hat eine menschenrechtliche Dimension. Das Recht auf Information, das Recht auf Bildung, das Recht auf kulturelle Teilhabe sind nur einige der Schlagworte, mit denen sich diese Dimension beleuchten lässt. Darin liegen Chancen und Herausforderungen.

Die in Deutschland 2009 in Kraft getretene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterstreicht die menschenrechtliche Bedeutung des Bibliothekswesens. Ihr Fokus auf Menschen mit Behinderungen macht deutlich, dass auch Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu den Zielgruppen der Spezialbibliotheken gehören. Gleichzeitig markiert dieses internationale Instrument einige Anforderungen, etwa im Blick auf die Angebote, die Kommunikation, die Zugänglichkeit, an die staatlich geförderten Einrichtungen und deren Dienstleistungen.

Der Vortrag führt in die UN-Behindertenrechtskonvention ein. Er zeigt den mit ihr verbundenen gesellschaftspolitischen Paradigmenwechsel auf, der oftmals über den Begriff der Inklusion benannt wird. Damit bereitet er die anschließenden Vorträge des Panels vor, die ihrerseits in Ergänzung dazu das Ziel haben, die praktischen Gesichtspunkte bezüglich der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bibliothekswesen zu beleuchten.


Dr. Valentin Aichele Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention Deutsches Institut für Menschenrechte