Das Zählen von Zitierungen war lange Standard, um die Nutzung und Auswirkung akademischer Forschung zu messen. Insbesondere die Veröffentlichung von Artikeln in führenden Fachzeitschriften, die wiederum andere Artikel in anderen renommierten Zeitschriften zitieren, wird mit Prestige gleichgesetzt. Diese Methode ist jedoch in vielerlei Hinsicht problematisch. Hervorzuheben sind besonders zwei Probleme: Erstens begünstigt diese Methode die ältere Forschung, die mehr Zeit hatte, zitiert zu werden. Zweitens fördert sie ein „reich wird immer reicher“-Szenario, denn je renommierter der Forscher oder die Einrichtung ist, desto eher werden sie in einem Artikel einer Zeitschrift mit hohem Impact-Faktor zitiert werden. Effektiv werden so Nachwuchsforscher oder Forscher aus weniger renommierten Einrichtungen blockiert.

Immer mehr europäische Forschungsuniversitäten bedienen sich Methoden jenseits traditioneller Zitierungen, um ihre Forschung zu evaluieren. Diese Session zeigt Hochschuleinrichtungen, die moderne Metriken (altmetrics) verwenden, um die Geschichten ihrer Forschungsergebnisse zu erzählen. Diese Einrichtungen werden ihre Anwendungsfälle für moderne Metriken teilen.

Einige Anwendungsfälle für moderne Metriken:

  • Bereits im Frühstadium der Publikationen erkennen, was in der Forschung passiert und welche Trends sich ergeben
  • Nicht-traditionelle Forschungsergebnisse hervorheben
  • Weltweite Interaktionen verstehen