In der heterogenen Landschaft der Spezialbibliotheken ist vielfach die Meinung anzutreffen, das neue Katalogisierungs-Regelwerk sei lediglich Mittel zum Zweck und es gäbe wichtigere Themen. Dennoch wird 2015 im deutschsprachigen Raum keine Bibliothek umhin kommen, sich mit RDA auseinanderzusetzen. Noch nie in der Geschichte des deutschsprachigen Bibliothekswesens mussten so viele Bibliothekare (nach Schätzungen etwa 20.000!) in einem so kurzen Zeitraum geschult werden. Spätestens Anfang 2016 wird in allen Verbundsystemen nach dem internationalen Standard gearbeitet; die großen Datenlieferanten DNB und EKZ liefern bereits ab Oktober 2015 neue Katalogisate nur noch in RDA aus.

Was macht RDA besonders für Spezialbibliotheken interessant und erhält deren Daten zukunftsfähig? Im Vortrag wird das Potenzial des neuen Regelwerks vorgestellt, das nach Ansicht der Referentin diesen Kraftakt auf lange Zeit hin rechtfertigt. Am Beispiel der vielfältigen Bestände eines Literaturarchivs wird veranschaulicht, wie das Beziehungskonzept der RDA dazu dienen kann, Archiv-, Museums- und Bibliotheksbestände für die Nutzerschaft in der besten Tradition bio-bibliographischer (Werk)Lexika zusammenzuführen und mit Wissensdatenbanken oder Texteditionen zu verlinken.

Karin Schmidgall ist Mitglied in der AG RDA; in ihrer Funktion als Formatspezialistin und Vertreterin der ASpB wirkt sie an den Vorbereitungen zur Implementierung der RDA im deutschsprachigen Raum mit.

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