Die beiden Spezialbibliotheken des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung – die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) und die Frankfurter Forschungsbibliothek (FFB) haben sich gemeinsam für ein neues Bibliothekssystem entschieden.
Nach einer intensiven Recherche, Gesprächen mit verschiedenen Anbietern und Bibliotheksverbünden fiel die Wahl auf das open Source Produkt Koha, gehostet vom BSZ.
Koha wurde 1999 im Auftrag des Horowhenua Library Trust in Neuseeland entwickelt und im Jahr 2000 unter der GNU General Public License veröffentlicht. Es war damit das erste integrierte Open-Source-Bibliothekssystem weltweit und wird heute in über 15.000 Bibliotheken erfolgreich eingesetzt.
Die Besonderheit für die Migration war, dass in der BBF sowohl als lokales Bibliothekssystem allegro-C genutzt wurde als auch seit 1996 für die Monographien-Katalogisierung der HeBIS-Verbund. Zudem ist die BBF seit 2001 Direktteilnehmer der ZDB.
Mit der Suche nach einem neuen System wurde 2013 begonnen. Im Frühling 2014 erfolgte die Entscheidung für Koha. Die Migration der Daten wurde durch einen externen Dienstleister des BSZ unterstützt. Im Juli 2015 erfolgte dann die Liveschaltung des neuen Bibliothekssystems Koha. Verbunden damit war der Wechsel des Verbundes, bereits Ende 2014 erfolgte der Umstieg auf die Katalogisierung im SWB.
Nach fast zwei der Inbetriebnahme des neuen Bibliothekssystems wollen wir in unserem Beitrag nicht nur den Migrationsprozess schildern, sondern auch über die Vor- und Nachteile der Nutzung eines gehosteten cloud-Bibliothekssystems sprechen.


Sibylle Volz
Stellvertretende Leiterin Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

 

Sabine Liebmann
Mitarbeiterin Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)