Die Digitalisierung von Forschungsprozessen und Forschungsergebnissen hat sich in den letzten Jahren in allen Wissenschaftsdisziplinen etabliert und wird mit großer Dynamik weiterentwickelt. Die wissenschaftliche Arbeit mit großen Datenmengen ist längst Realität und eröffnet neue Forschungsformen und Forschungsmethoden, wenn Datenbestände offengelegt und auch interdisziplinär verknüpft wwerden können. Forschung wird transparent und reproduzierbar. Ein funktionierendes Forschungsdatenmanagement in allen Teilen des Research Lifecycle ist dabei unabdingbar. Dies haben viele Forschungseinrichtungen erkannt und implementieren entsprechende Workflows und Standards im Forschungsprozess.

Wie gelingt es Spezialbibliotheken, sich hier als Partner mit informationswissenschaftlicher Expertise in die hausinterne Diskussion um das Forschungsdatenmanagement einzubringen? Auf welchen Kompetenzen können Bibliotheken aufbauen? Welche Dienstleistungen können Bibliotheken im Research Life Cycle erbringen? Wie kann das Bibliothekspersonal motiviert werden, sich dieser Herausforderung zu stellen? Am Beispiel der Bibliothek des Robert Koch-Instituts wird die Transformation bibliothekarischer Dienstleistungen hin zu einem integrierten Informations- und Datenmanagement vorgestellt.


Henriette Senst
Bibliotheksleiterin Robert-Koch-Institut