One-Person Libraries standen von je her unter starkem Rechtfertigungsdruck und die/der One-Person Librarian musste sich als Einzelkämpfer stets um Kommunikation nach „oben“ bemühen, um nicht abgehängt zu werden. Die Bedingungen für kleine Bibliotheken sind durch die Entwicklungen der Digitalisierung und der scheinbaren leichten Zugriffsfähigkeit vieler Medien nicht leichter geworden. Da der Output einer Bibliothek hauptsächlich im immateriellen Bereich liegt, und nur selten am operativen Gewinn ihrer Trägerinstitution gemessen werden kann, sind Argumentationsgründe und die eigene Selbstdarstellung wichtig für eine dauerhafte Etablierung der Bibliothek. Vor diesem Hintergrund fragen wir: Was sind erfolgsversprechende Strategien der Nutzendarstellung und internen Öffentlichkeitsarbeit insbesondere für kleine Bibliotheken?

Vortrag und Workshop stellen in gewisser Weise ein „Revival“ dar: Vor zehn Jahren behandelte Professor Josef Herget in einem Workshop der OPL-Kommission auf dem Bibliothekartag Düsseldorf das Thema Nutzennachweis von One-Person Libraries und legte dabei den Schwerpunkt auf die Nutzenanalyse. Die OPL-Theorie andererseits stellte die Nutzendarstellung heraus, auf welche Art und Weise die OPL ihren Stellenwert in der Trägerinstitution fördern kann.
Der Vortrag im allgemeinen Programm der Tagung soll eine Einführung in das Thema bieten und Begrifflichkeiten klären. Im darauf aufbauenden Workshop sollen mögliche Strategien zur Nutzendarstellung und internen Öffentlichkeitsarbeit behandelt, und im gemeinsamen Austausch Praxistipps erarbeitet werden.

Lernziele des Workshops:
– Grundlagen für Argumentation kennen
– Argumentationsstrategien zum Nutzen der Bibliothek kennen
– Kommunikationskanäle innerhalb und außerhalb der Institution kennen
– Besonderheiten der eigenen Organisation kennen

Methoden:
Vortrag, Diskussion, thematische Arbeitsgruppen

in Zusammenarbeit mit der Kommission für One-Person Librarians des BIB