Normdaten und ihre Identifikatoren haben sich zu einer zentralen Komponente für die Herstellung und Auswertung von domänen- und sammlungsübergreifenden (Daten-)Korpora etabliert.

Dass Normdaten Beziehungen innerhalb und zwischen Datensätzen spezifizieren können, dass sie zudem mit persistenten URIs ausgestattet sind, prädestiniert sie, als Brücke zwischen heterogenen Informationen / Daten unterschiedlicher Provenienz zu fungieren.

Der Beitrag unterstreicht das Potential von Normdaten, eine Brückenfunktion zwischen verschiedenen Kontexten zu übernehmen, anhand einiger Beispiele aus der Praxis des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) für die geschichtswissenschaftliche Forschungsinfrastruktur einer Institution der Area Studies. Im Fokus stehen in erster Linie niedrigschwellige Verfahren, die auch für ‚nicht programmierende‘ Bibliothekarinnen und Bibliothekare beherrschbar bzw. vermittelbar sind.

Darunter fallen beispielsweise sogenannte BEACON-Dateien, die sich als Basis für thematische Verknüpfungen unterschiedlicher Ressourcen anbieten. Darüber hinaus geht es generell um Überlegungen, auf welche Weise Normdaten zur Anreicherung (geistes-) wissenschaftlicher Produkte eingesetzt werden können, welche Strategien sich zur Propagierung von Normdaten für das wissenschaftliche Publizieren und Forschen empfehlen und ob durch sie hervorgebrachte Mehrwerte in bibliothekarische Systeme zurückfließen können

Hans Bauer
Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung IOS Regensburg