In den vergangenen Jahren war die Regelwerksentwicklung von dem Wunsch geleitet, möglichst internationale Regelwerke und Standards auszuarbeiten, um den Austausch von Metadaten zu verbessern. Eine Länder- und Sprachenübergreifende Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen war und ist das Ziel dieses Prozesses. Seit einigen Jahren sind Spezialmaterialen verstärkt in den Fokus dieser Kooperationen gelangt. Dies wurde unterstützt durch die starke Tradition der internationalen Zusammenarbeit in diesen Bereichen. So sind z. B. die Musik- und die Handschriftencommunity seit langem weltweit sehr gut vernetzt.

Der deutschsprachige Raum bietet seit ca. fünf Jahren eine eigene Organisationsstruktur für die Erschließung von Spezialmaterialien an. Unter dem Dach des Standardisierungsausschusses wurden seit 2014 Arbeitsgruppen für Bilder, Handschriften, Alte Drucke, Literaturarchive, Künstlerbücher und zuletzt für audiovisuelle Medien eingerichtet. Auf der internationalen Ebene haben diese Bemühungen ein großes Interesse geweckt und zahlreiche Impulse sind und werden verstärkt in den nächsten Jahren in die gemeinsame Arbeit an Standards und Modellen einfließen.

Der Vortrag möchte die bestehenden Strukturen und ihre Arbeitsergebnisse vorstellen und gleichzeitig einen Ausblick auf die internationale Arbeit in den nächsten Jahren geben.

Renate Behrens
Deutsche Nationalbibliothek